Wasser und Klang für Menschen mit Handicap

 

Schwingungen, Klängen sind wir schon im Mutterleib ausgesetzt. Das Kind wächst heran in einem Kosmos von Klang. Als Grundlage für die Beziehung Mensch-Umwelt wird die durchgehende, prägende musikalische Erfahrung des mütterlichen Herzschlags angesehen. Die mütterliche Stimme hat einen prägenden Einfluss auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes. Herzschlag und Stimme der Mutter bilden in dieser Zeit die Grundlage des Urvertrauens. Ein wesentlicher Charakter der  Schwingung von Klangschalen besteht darin, dass sie den Klängen ähneln die wir schon als ungeborene hörten. 

Bis zur Geburt werden wir neun Monate lang von körperwarmem Wasser umspült.

Wenn wir nun im körperwarmen Wasser sanft bewegt werden und sich die Schwingungen der Klangschalen über das Wasser auf unseren Körper übertragen ist es nicht verwunderlich, dass wir uns wieder in diesen Urzustand versenken, so nah an unser Urvertrauen kommen.

Gerade Menschen mit hirnorganischen Störungen/Schädigungen können von der Klangarbeit  im warmen Wasser besonders profitieren. Sie können zulassen, dass spastische Muster gelöst werden. Sie erleben ihren Körper wieder anders beweglich. Dehnung, Streckung wird erfahrbar, wo bisher nur extreme Anspannung möglich war.

Das viel größere Bewegungsausmaß lässt eine deutlich gesteigerte Aufmerksam-keit erkennen, eine neue Bewegungslust welche dazu anregt Bewegungsangebote aufzugreifen und selbst zu steuern.

Die Klienten haben sicher nicht weniger Freude im warmen Wasser wie ich selbst in der Arbeit mit ihnen.